Wappen Der Holtsee

Holtsee

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Geschichte Holtsees

Im Jahr 1272 wird das Dorf zum ersten Mal genannt. Damals hieß es aber noch „Holtze“. Im Lauf der Jahre hat es eine Namensänderung in „Holtsee“ gegeben. Wald und See haben dem Dorf seinen Namen gegeben.

Man nimmt an, dass das Dorf um 1250 entstanden ist. Geschichtlich wird das Dorf zum ersten Mal 1450 genannt, denn 1450 bezog die Viktoria des Heiligen Georg vom Dom zu Schleswig Einkünfte aus Holtsee. Auch hier wurde das Dorf noch unter dem Namen Holtze genannt und geführt. Das sind die frühesten Daten, die noch erhalten sind. Erst durch Bodenuntersuchungen hat man sich ein klares, abgerundetes Bild vom Dorf machen können.

Sieben Familien kamen aus dem Süden und ließen sich hier nieder. In der Mitte wurde der Dorfplatz gebaut, rundherum bauten die Familien ihre Häuser. Die Eingangstüren zeigten immer zum Dorfplatz. So entstand die Form eines Rundlings. Die Höfe nannte man Hufen. Drei dieser Hufen sind noch als Bauernstellen erhalten: Johannes Ströh (Ecke), Wilhelm Thormählen (Dorfstraße) und Heinrich Kühl (Reeteck). Eine weitere Hufe lag auf dem Hof von Gäthje (Dorfstraße).

Aus Bodenfunden lässt sich die Lage der mittelalterlichen Bauernstellen wie folgt rekonstruieren:
Gestalt des Dorfes - 1275

Um 1450 wurde die Dorfanlage durch vier weitere Hufen erweitert, zwei davon sind die Höfe Uppendahl und Ernst Ströh.

Um 1750 wurde zur Mitte des Dorfplatzes eine Winterschule gebaut. Das bedeutet, dass der Unterricht nur in den Wintermonaten abgehalten wurde. Damals gab es noch keine Lehrer in Holtsee, deshalb wurde der Unterricht von einem Maurer durchgeführt, der im Winter Zeit hatte.

Im Laufe der Zeit wuchs das Dorf immer weiter. Holtsee verlor die Form eines Rundlings und entwickelte sich zum Straßendorf.

Seit Anfang des 16. Jahrhunderts herrschte im Gebiet von Holtsee die Leibeigenschaft. Die Hufner und Kätner waren meistens Leibeigene der Gutsbesitzer und mussten Hofdienste leisten.

Als die Leibeigenschaft 1805 aufgehoben wurde, nahmen die Hufner das Land zur Pacht, später als Erbpacht. Oft aber gingen die Bauern auch noch auf dem Gut arbeiten, um sich Geld zu verdienen.

Die letzten Pachtverhältnisse lösten sich bis 1911, denn von da ab gab es keine Pächter mehr im Kreis Holtsee, sondern nur noch Eigentümer. Mit der nun ständig wachsenden Bevölkerung wurde es auch nötig, dass eine neue Schule gebaut wurde, die 1927 eingeweiht wurde.

In der Zeit von 1910/1912 hat sich das Dorf freigekauft, um sich schnell vom unterentwickelten Pachtbauern- zum hochentwickelten Freibauerndorf hochzuarbeiten.

Die Gemeinde Holtsee wurde am 7. August 1926 aus einem Teil des Gutsbezirks Hohenlieth gebildet. Am 30. September 1928 erfolgte die Eingliederung des aufgelösten (restlichen) Gutsbezirks Hohenlieth, ohne Violenburg, sowie die Gutsbezirke Hohenholm, Harzhof und Grünhorst.

In den Jahren 1950 bis 1953 wurden Harzhof und Hohenlieth bis auf die Restgüter aufgesiedelt. Viele Vertriebene und Flüchtlinge fanden damals auf den Siedlungen eine neue Heimat.

Die Gemeindevorsteher, später Bürgermeister, waren:

1927 – 1946
Wilhelm Sohrt
1946
Fritz Wandrowsky
03.10.1946
Rudolf Resesky
1948
Carl Ohm
1951
Johannes Ströh
1982
Ulfert Geertz
2013
Jens-Peter Frank
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