Wappen Der Holtsee

Holtsee

Kreis Rendsburg-Eckernförde

Kommunalwahl

Bei der Kommunalwahl am 6. Mai werden die Kreistage und die Gemeindevertretungen in Schleswig-Holstein gewählt. (In einigen Städten heißt die Gemeindevertretung auch Stadtvertretung, Stadtverordnetenversammlung, Ratsversammlung u. äh.) Es handelt sich um zwei selbständige Wahlen – Kreiswahl und Gemeindewahl – die in ihrer Durchführung lediglich organisatorisch miteinander verbunden sind.

Gewählt wird in 1074 kreisangehörigen Gemeinden, in den vier kreisfreien Städten und in den elf Kreisen. In den 28 Gemeinden mit höchstens 70 Einwohnern wird keine Gemeindevertretung gewählt. An ihre Stelle tritt die aus allen Bürgern der Gemeinde bestehende Gemeindeversammlung. Hier findet nur die Kreiswahl statt.

Wahlkreiseinteilung KW 2018
Einteilung der Wahlkreise für die Kreiswahl 2018 im Kreis Rendsburg-Eckernförde (Anklicken zum Vergrößern)
Stimmzettel KW 2018
Wahlkreise

Für die Kreiswahl werden die Kreise in mehrere Wahlkreise eingeteilt, in denen die Direktkandidaten ermittelt werden. So hat z. B. der Kreis Rendsburg-Eckernförde 25 Wahlkreise. Holtsee gehört zum Wahlkreis 21 „Fleckeby“. Die genaue Aufteilung der Wahlkreise im Kreis Rendsburg-Eckernförde kann dieser Bekanntmachung bzw. der nebenstehenden Karte entnommen werden.

Für die Gemeindewahl werden größere Gemeinden und Städte ebenfalls in Wahlkreise eingeteilt, z. B. Eckernförde. In kleineren Gemeinden, wie z. B. Holtsee, gibt es nur einen Wahlkreis.

Direktmandate

Jeder Wähler hat so viele Stimmen, wie Direktkandidaten in seinem Wahlkreis zu wählen sind. Dies ist bei der Kreiswahl vergleichsweise einfach. Es gibt dort pro Wahlkreis nur ein direktes Mandat, also hat jeder Wähler eine Stimme bei der Kreiswahl.

Da es in Holtsee sechs Direktmandate gibt, hat jeder Wähler folglich sechs Stimmen, die er frei auf die Kandidaten verteilen kann, allerdings nur höchstens eine Stimme pro Kandidat. Der Stimmzettel ist auch dann gültig, wenn nicht alle sechs Stimmen abgegeben werden; dann werden nur die abgegebenen Stimmen gewertet.

Bei der Stimmenauszählung ergibt sich dann eine Reihenfolge der Kandidaten, sodass die Kandidaten mit den meisten Stimmen im Wahlkreis einen Sitz im Kreistag bzw. in der Gemeindevertretung erhalten. Gibt es mehrere Kandidaten mit gleicher Stimmenzahl und nicht mehr genügend Plätze, dann wird durch Los entschieden, welcher Kandidat den Sitz erringt.

Listenplätze

Neben den Direktmandaten gibt es auch Listenplätze im Kreistag und in der Gemeindevertretung. Die Zahl der Listenplätze ist um Eins geringer als die Zahl der Direktmandate. Somit ergeben sich für die Gemeindevertretung in Holtsee elf Sitze, von denen dann sechs direkt und fünf über die Listen zu besetzen sind; für den Kreistag 49 Sitze davon 25 direkt und 24 über Listen.

Durch die Stimmen für die Direktkandidaten ergibt sich auch eine Stimmenverteilung für die Parteien/Wählergruppen. Hier gibt es also – anders als bei den Bundestagswahlen – keine Zweitstimme, sondern die Stimme für einen Direktkandidaten ist auch immer eine Stimme für die Partei oder Wählergruppe, der der Kandidat angehört. Diese Stimmen legen fest, wieviele Sitze im Kreistag bzw. in der Gemeindevertretung auf welche Partei/Wählergruppe entfallen. Eine 5 %-Sperrklausel gibt es bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein nicht.

Sitzverteilung

Diese Stimmenaufteilung ist etwas komplizierter, als nur die Gesamtstimmen einer Partei/Wählergruppe durch 11 (Holtsee) oder 49 (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zu teilen. Schließlich gibt es nur ganze Sitze. Hier wird das Sainte-Laguë-Verfahren (auch Divisorverfahren mit Standardrundung) angewendet. Dazu wird die Zahl der Stimmen für jede Partei/Wählergruppe durch 0,5 - 1,5 - 2,5 usw. geteilt und dann die Sitze in der Reihenfolge der größten sich ergebenden Quotienten zugeteilt. Ein Beispiel findet sich hier.

Sollte der Fall eintreten, dass der letzte Sitz wegen eines gleichen Quotienten mehr als einer Partei zustehen würde, dann wird dies ebenfalls durch ein Los entschieden.

Überhang- und Ausgleichsmandate

Nun kann es durch dieses Verfahren passieren, dass einer Partei/Wählergruppe weniger Sitze zustehen, als sie durch Direktmandate errungen hat. In diesem Fall spricht man von einem Überhangmandat. Entstehen solche Überhangmandate, dann werden solange weitere Sitze nach dem oben beschriebenen Verfahren verteilt, bis alle Überhangmandate vergeben sind. Die Sitze, die so zusätzlich auf die anderen Parteien und Wählergruppen entfallen, bezeichnet man auch als Ausgleichsmandate.

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